Alljährlich vergibt die ELG als Auszeichnung für die Förderung des Schachsports die Vera und den Viktor. Die Vera ist benannt nach der ersten Schachweltmeisterin Vera Menchik. Der Viktor ist benannt nach Viktor Kortschnoi. In diesem Jahr wurden Sandra Schmidt und Matthias Blübaum ausgezeichnet. Die Preise wurden auf der Abschlussgala des DSB auf dem Schachgipfel in Dresen übergeben.

Sandra Schmidt wurde für ihre erfolgreiche Tätigkeit bei der Ausrichtung der Deutschen Schachamateur-Meisterschaft (DSAM) ausgezeichnet. Seit vielen Jahrzehnten ist die DSAM ein Erfolgsmodell, das von Jahr zu Jahr zu neuen Rekorden eilt und sich im In- und Ausland großer Beliebtheit erfreut. Sandra Schmidt hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen. Es ist daher überaus erfreulich, dass es dem neuen Präsidenten des DSB gelungen ist, sie auch zukünftig in dieser Funktion an den DSB zu binden und sie zugleich damit zu beauftragen, das gesamte Veranstaltungsprogramm des DSB künftig zu managen.
Matthias Blübaum gehört seit vielen Jahren zur internationalen Spitze und hat sich spätestens mit seinen beiden Europameistertiteln und der Qualifikation für das diesjährige Kandidatenturnier auch in der Weltelite etabliert. Nach Dr. Emanuel Lasker, Dr. Siegert Tarrasch, Wolfgang Uhlmann und Dr. Robert Hübner ist er damit der fünfte deutsche Spieler, der um den Weltmeistertitel gekämpft hat. Bislang konnte erst Lasker den Titel erobern. Aber Matthias Blübaum hat gezeigt, dass er auch dieses Format hat. Damit gibt es im deutschen Schach mit Vincent Keymer und ihm bereits zwei Spieler, die mit allen Spitzenspielern der Welt mithalten können. Diese Auszeichnung für Matthias Blübaum war längst überfällig. Umso erfreulicher ist es, dass diese Auszeichnung mit dem 25-jährigen Jubiläum der ELG zusammenfällt.
Ähnliches gilt letztlich auch für die Auszeichnung von Sandra Schmidt, weil die DSAM in diesem Jahr auch in ihre 25. Ausgabe startet. Bei dieser Fülle an Jubiläen bleibt zu hoffen, dass im Jubiläumsjahr des DSB, der 2027 sein 150-jähriges Bestehen feiert, erneut die Qualifikation zum Kandidatenturnier gelingt. Denn unsere internationalen Spitzenspieler‑Männer wie Frauen- haben gezeigt, dass sie in der Weltspitze angekommen sind, um dort zu bleiben. Die Turnierergebnisse auf dem Schachgipfel haben gezeigt, dass es neben den aktuellen Spitzenspielern eine Fülle von jungen Talenten gibt, die sogar die Titel erobern können. Ohne Idole wie Matthias Blübaum wäre dies nicht möglich. Dafür sei ihm herzlich gedankt. Möge seine Karriere noch lange andauern und weiterhin so erfolgreich bleiben.
Berlin, im August 2026
Thomas Weischede,
Vorstand ELG