Dr. Anne Czäczine gewinnt souverän die 4. Deutsche Schachmeisterschaft für MINT-Berufe

Am 5. September 2026 richtete die ELG die 4. Deutsche Schachmeisterschaft für MINT-Berufe aus. Spielort war die Aula des Max-Steenbeck Gymnasiums in Cottbus.

In neun spannenden Runden setzte sich Dr. Anne Czäczine gegen überaus starke Konkurrenz durch und gewann mit sagenhaften acht Punkten souverän. Damit gewann sie nicht nur den Meistertitel, sondern auch die Vera 2026, die für die beste weibliche Spielerin ausgelobt worden war. Zweiter wurde Dr. Rüdiger Schüttig, der sich mit besserer Zweitwertung gegen die punktgleichen Schachfreunde Dr. Matthias Rudolf -dem Meister der 3. MINT-Meisterschaft- und Jens Schneider durchsetzte und damit den Viktor 2026 für den besten männlichen Spieler entgegennehmen durfte. Chapeau an beide, aber vor allem an die Siegerin, die in jeder Partie kompromisslos auf Sieg spielte.

Das Turnier fand während der sog. Cottbuser Schachmeile statt, die am gesamten Wochenende Schach als Kultur- und Bildungsgut bewarb. Das Programm zur Schachmeile finden Sie hier.

Auch die Stadt Cottbus ließ es sich nicht nehmen, ihre Unterstützung für diese Meisterschaft mit einem Grußwort durch Frau Manuela Magritz, Sozialplanerin im Dezernat Soziales, Jugend, Bildung und Kultur, ehemalige Schulentwicklungsplanerin sowie ehemalige Schulleiterin, zu bekunden, die das Turnier auch mit dem ersten Zug an Brett 1 symbolisch eröffnete.

Das Turnier fand regen Zuspruch bei Jung und Alt. In fairer Atmosphäre wurde hart um Punkte und Preise gekämpft.

Unter der souveränen Leitung des erfahrenen Schiedsrichters Bernhard Riess kamen Dispute am Brett erst gar nicht erst auf. Alle Spieler lieferten sich faire Wettkämpfe, die von Toleranz, Respekt und Anerkennung vor den Leistungen des Gegners geprägt waren. Das Turnier war damit einmal mehr beste Werbung für die Werte des Schachs und die Anliegen der ELG, wofür sich die ELG bei allen Teilnehmern herzlich bedanken möchte. Die Ergebnisliste finden Sie hier. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Bernhard Riess für seinen Einsatz!

Natürlich bestand vor Ort auch die Möglichkeit, die Lucky Pawns der ELG, unseren Jubiläumsturm oder ELG-Tasse „Share-the-values-of-chess-with-us“ zu erwerben.

Das Max-Steenbeck-Gymnasium bot beste Spielbedingungen. Für das leibliche Wohl sorgte der Abitur-Jahrgang mit einem ausgezeichneten Catering.

Aus Sicht der ELG ist es natürlich überaus erfreulich, dass zwei Mitglieder der ELG die Preise gewinnen konnten, die nicht nur ausgezeichnete Schachspieler sind, sondern sich auch außerhalb des Brettes sehr für unsere Ziele engagieren. So hat Dr. Anne Czäczine maßgeblich den Chemnitzer Schach Cup mitinitiiert und ermöglicht. Rüdiger Schüttig hat bislang nicht nur an jeder MINT-Meisterschaft teilgenommen, sondern war auch über viele Jahre hinweg Vorstandsmitglied der ELG.

Dr. Rüdiger Schüttig vs. Dr. Michael Negele

Ein ganz besonderer Dank gilt Frau Beuthner von der Stadtmarketing Cottbus, die von Anfang an die Idee zur Ausrichtung dieser Meisterschaft in Cottbus unterstützt hat.

Die nächste MINT-Meisterschaft wird Anfang/Mitte September 2027 am gleichen Ort stattfinden. Die Ausschreibung soll zeitnah bekannt gegeben werden. Jedenfalls bis 2030 ist die Austragung in der Boomtown Cottbus gesichert, die damit auch zeigen möchte und kann, dass für den Strukturwandel in der Lausitz die MINT-Berufe ein unverzichtbarer Teil sind.

Das Turnier war zugleich das Finale der Grand Prix Reihe Thyrow-Barlinek-Cottbus. Die ELG hatte als Sonderpreis eine Spende von 1.000,00 € für eine gemeinnützige Schacheinrichtung ausgelobt, deren Empfänger der Schachfreund bestimmen durfte, der aus den drei Turnieren die meisten Punkte sammelte. Dies war FM Ralf Kleeschätzky, der bei zwei Teilnahmen auf insgesamt 10 Punkte kam. Er entschied, dass die Spende für den Neubau des Schachmuseums in Ströbeck verwendet werden soll.

Janine Beuthner, FM Ralf Kleeschätzky und Thomas Weischede

Natürlich unterstützt die ELG auch dieses Projekt und ist dem Schachfreund Kleeschätzky dankbar für diese Auswahl. Denn gerade in den heutigen Zeiten ist es angeraten, mit den Werten des Schachs für Toleranz und Respekt zu werben. Das Schachmuseum in Ströbeck wird dafür ein ebenso unverzichtbarer Bestandteil sein wie die Traditionsturniere in Thyrow und Barlinek. Die MINT-Meisterschaft in Cottbus hat das Potential, diese Traditionen aufzunehmen und fortzuführen, um so über das Schach hinaus im MINT-Bereich neue Brücken in Cottbus zu bauen. Die rege Teilnahme internationaler Studenten von der BTU und Schülern aus der Region zeigt, dass dies gern angenommen wird.

Berlin, im September 2026

Thomas Weischede,

für den Vorstand der ELG