Weltklasse trifft mitteldeutsche Wirtschaft und Wissenschaft in Leipzig

Am 30. Oktober 2026 fand im Denksportzentrum der SG Leipzig die 2. Auflage der Reihe „Weltklasse trifft mitteldeutsche Wirtschaft und Wissenschaft“ statt. Treibende Kraft hinter diesem Event ist Dr. Gerhard Köhler, selbst erfolgreicher Unternehmer, Schachspieler und Schachfunktionär, der sich nicht nur im Vorstand der ELG engagiert, sondern auch mit seiner Schachstiftung GK immer wieder hochkarätige Events und Initiativen ermöglicht, um das Schach als Kultur- und Bildungsgut zu fördern. Diesmal stand im Fokus, was Wirtschaft und Wissenschaft vom Schach lernen können. Zu den Ehrengästen zählten dabei die Schachgroßmeister Artur Jussupow und Rainer Knaak.

Von links: Artur Jussupow, Rainer Knaak, Dr. Gerhard Köhler, Gert Kleint als Hauptschiedsrichter (Bild: Hermann Sonntag)

Die erste Auflage dieses Schachevents fand 2025 in Halle statt. Nun gab es am 30. Oktober 2026 erneut diese Veranstaltung mit Unterstützung der IHK Leipzig und Halle-Dessau sowie der Landesschachverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Leipzig.

Eingeladen hatte wiederum die Schachstiftung GK gGmbH, die insbesondere die frühkindliche Bildung in Deutschland durch das Schachspielen in Kindergärten und Grundschulen unterstützt. Hauptanliegen der Stiftung ist es, das Schachspielen in Kindergärten und Grundschulen in Deutschland flächendeckend zu etablieren mit dem Ziel, Kindern Logik, Konzentration und strategisches Denken zu vermitteln. Es ist hoch anzuerkennen, dass mit den weltbekannten Großmeistern Artur Jussupow und Rainer Knaak Protagonisten bereitstehen, dieses Ziel mit umsetzen zu helfen. Dr. Gerhard Köhler als Stiftungsgründer konnte seine Beiratsmitglieder Prof. Dr. Brockmeier (IHK Halle-Dessau) und Paul Werner Wagner (Emanuel Lasker Gesellschaft) zur Veranstaltung herzlich mit begrüßen.

Frau Rebekka Schuster, Vorstandsmitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft und eines Energieunternehmens in Berlin warb für Frauenschach, deren Anteil im Deutschen Schachbund lediglich 10% beträgt und hier erheblicher Nachholbedarf zu anderen Sportarten mit etwa 39 % beträgt.

Mitte: Rebekka Schuster, rechts Christoph Natsidis (Foto: Hermann Sonntag)

Zudem warb sie für die Nutzung von Erkenntnissen durch Schach für die Wirtschaft wie Mut zum Risiko, Entscheidungen treffen oder Schlussfolgerungen für die Entwicklung eines erfolgreichen Unternehmens zu ziehen.

Artur überreicht Prof. Dr. Thomas Brockmeier sein neues Buch „Legenden des Schachs“, das noch bis zum 15. November 2026 zum Subskriptionspreis von 77,00 € statt 95,00 € erworben werden kann. (Foto: Dr. Gerhard Köhler)

Der vielbeachtete Vortrag von Prof. Brockmeier „Schach und Unternehmertum -Treffen von Entscheidungen unter Unsicherheit“ kann unter

https://schachstiftung-gk.de/fileadmin/user_upload/PDFs/Berichte/Brockmeier-Vortrag-Schach-und-Unternehmertum18Oktober2025-final-gekuerzt.pdf

nachgelesen werden.

Auch 2026 war das Interesse hoch, am Schachturnier aktiv mit teilzunehmen oder als Zuschauer dem Geschehen beizuwohnen. 33 Teilnehmer von 8 bis 78 Jahre spielten ein Rapidturnier mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten zzgl. 2 Sekunden Bonus je Spieler. Natürlich wollten viele im direkten Vergleich sich mit einem der Großmeister messen. Diese nahmen gern die Herausforderung an. Immerhin gelang es dem 15-jährigen Arthur Herrmann (SG Leipzig) Artur Jussupow ein Remis abzuringen.

Zum Schluss wurden die drei Spieler geehrt, die nach den beiden Großmeistern die Folgeplätze erreicht hatten. Arthur Herrmann (SG Leipzig), Aaron Gröbel (SF Hettstedt) und Kevin Dannhäuser (Zwickauer SC) erhielten wertvolle Schachbücher, deren Autoren die Großmeister waren.

rechts im Bild: Aaron Sonntag (Foto: Hermann Sonntag)

Ebenso wurden die drei besten Nachwuchsspieler U10 und U16 mit Büchern aus Artur Jussupows Buchreihe „Tigersprung“ ausgezeichnet. Besonders für die Jüngsten war die Teilnahme am Turnier ein unvergessliches Erlebnis. Sie konnten sich noch eine persönliche Buchwidmung der Großmeister oder ein gemeinsames individuelles Erinnerungsfoto abholen.

Die Besten u10:
Clara Baumgärtel, Felix Richter, Eduard Alberto Maak (Foto: Hermann Sonntag)
Die Folgeplätze u16:
nach Arthur Hermann: Noah Bruder, Eddy Finn Weber, Yuri Ivashchenko (Foto: Hermann Sonntag)

Konrad Reiß vom Schachmuseum Löberitz hatte in Würdigung der schachlichen Leistungen von Dr. Robert Hübner († 2025) jüngst eine Biografie verfasst. Er nahm das Schachevent zum Anlass, ein Exemplar diese Biografie vorzustellen, welches von der Schachstiftung GK an Artur Jussupow überreicht wurde.

Bücherpreise der Weltklassespieler Artur Jussupow und Rainer Knaak und die von Konrad Reiß verfasste Biografie Dr. Robert Hübner sowie der Kinderschachkalender 2027 „Schach und Politik“
(Foto Hermann Sonntag)

Diesmal stellte die Schachgemeinschaft Leipzig mit dem Denksportzentrum das eigene Vereinsheim zur Verfügung. Die SG Leipzig hatte im Jahr 2023 mit breiter Unterstützung durch Spenden und Fördergelder ein eigenes Vereinsheim errichtet. Der Verein konnte seit Fertigstellung des Baus seine Mitgliederzahl auf knapp 200 steigern, davon über 60 aktive Spieler im Nachwuchsbereich. Das anspruchsvolle Projekt wurde mit viel Eigeninitiative und Engagement der eigenen Vereinsmitglieder umgesetzt. Mit der Außenwirkung des Schachevents „Weltklasse trifft mitteldeutsche Wirtschaft und Nachwuchs“ soll die exzellente Nachwuchs- und Talentförderung der SG Leipzig weiter unterstützt werden. Ein herzlicher Dank geht an Christoph Natsidis und seine Schachfreunde der SG Leipzig, die die Veranstaltung organisatorisch mit unterstützt hatten. Die ELG wird dort am 20. März 2027 auch die 3. Deutsche Schachmeisterschaft für Künstler, Kunsthistoriker, Journalisten und Verleger ausrichten. Zudem unterstützt die ELG den aktuellen Spendenaufruf der SG Leipzig.

Blick in den Turnierraum des Denksportzentrums (Foto: Hermann Sonntag)

Berlin, im November 2026

Thomas Weischede,

Vorstand ELG