Lasker goes China – Deutsche Studierende feiern goldene Medaillenerfolge in Liaocheng

Mit einer starken Mannschaft, fünf Einzelmedaillen und zwei Goldmedaillen in den Teamwertungen kehrte das deutsche Studierendennationalteam von der World University Championship Mind Sports 2026 aus China zurück. Mittendrin: die Emanuel Lasker Gesellschaft, die das Team und insbesondere Trainer GM Dmitrij Kollars unterstützte.

Die World University Championship Mind Sports bringt alle zwei Jahre Studierende aus aller Welt zusammen, um sich in den Disziplinen Schach und Bridge zu messen. 2026 gab es dabei eine besondere Premiere. Erstmals seit Jahrzehnten trat Deutschland wieder mit einer eigenen Studierendennationalmannschaft an. Die Reise führte das Team ins chinesische Liaocheng, wo sich die deutschen Spielerinnen und Spieler mit der internationalen Konkurrenz um die Medaillenplätze messen wollten.

In der offenen Kategorie vertraten GM Luis Engel (Bucerius Law School Hamburg), IM Tobias Koelle (DHBW Stuttgart) und IM Nikolas Wachinger (PH Berlin) die deutschen Farben. Das Frauenteam bildeten WGM Jana Schneider (Universität Würzburg), Lara Schulze (SRH Mobile University) und Svenja Butenandt (TU München). Begleitet wurde die Mannschaft vom Hochschulbeauftragten und Lasker-Mitglied Christoph Barth sowie von GM Dmitrij Kollars, der das Team als Trainer unterstützte.

Ein starker Trainer – mit Unterstützung der Lasker Gesellschaft

Dass Dmitrij Kollars auch in China ausreichend Zeit für intensive Vorbereitung, Analysen und die Ausarbeitung komplexer Variantenbäume aufbringen konnte, ist nicht zuletzt der Lasker Gesellschaft zu verdanken. Sie sicherte seine Mitwirkung von Beginn an ab und ermöglichte damit eine professionelle Betreuung des deutschen Teams.

Kollars hatte bereits bei der Schacholympiade in Samarkand seine Qualitäten als Trainer unter Beweis gestellt. Mit großem Einsatz und bisweilen langen Nachtschichten trug er maßgeblich zur Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft bei, die dort mit dem Gewinn der historischen Bronzemedaille einen besonderen Erfolg feiern konnte.

Die Unterstützung durch die Lasker Gesellschaft reicht dabei über das internationale Parkett hinaus. Gemeinsam mit Vorstandsmitglied Thomas Weischede wird Dmitrij Kollars am 6. November 2026 die Deutsche Hochschulmeisterschaft im Schach mit einem Simultan eröffnen.

Fünf Medaillen und zweimal Teamgold

Die Reise nach China wurde für das deutsche Studierendennationalteam zu einem großen sportlichen Erfolg. Insgesamt sieben Medaillen brachten die Spielerinnen und Spieler mit nach Hause.

Besonders glänzen konnte Jana Schneider, die sich im klassischen Schach den Weltmeistertitel der Studierenden sicherte und damit die Goldmedaille gewann. Luis Engel steuerte gleich zwei Silbermedaillen bei – sowohl im klassischen Schach als auch im Blitzturnier. Auch Svenja Butenandt und Tobias Koelle konnten sich im Blitzwettbewerb mit Silber beziehungsweise Bronze in die Medaillenliste eintragen.

Die besondere Stärke der deutschen Auswahl zeigte sich jedoch vor allem in den Mannschaftswertungen. Sowohl im klassischen Schach als auch im Blitzwettbewerb holte das deutsche Team Gold. Damit verwies die Mannschaft die Gastgeber aus China und das Team aus Polen jeweils auf die weiteren Plätze.

Ein eindrucksvoller Erfolg für die deutsche Hochschullandschaft und ein starkes Signal für den internationalen studentischen Schachsport.

Laskers Werte – auch in China am Brett

Auch in Liaocheng war die Lasker Gesellschaft präsent. Ihr Leitgedanke wurde durch einen Lucky Pawn symbolisch mit ans Brett gebracht – Toleranz, Zivilcourage, Chancengleichheit und nicht zuletzt Respekt. Diese Werte bilden eine wichtige Grundlage für einen internationalen Wettbewerb, bei dem 21 Delegationen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen zusammenkamen. Der sportliche Wettkampf wird so zugleich zu einer Begegnung über nationale und kulturelle Grenzen hinweg.

Die Erfolge in China zeigen, was möglich ist, wenn sportliches Talent, engagierte Betreuung und institutionelle Unterstützung zusammenkommen. Die Lasker Gesellschaft freut sich, einen Beitrag zu diesem Weg geleistet zu haben – und gratuliert dem gesamten deutschen Team zu seinen herausragenden Leistungen!

Berlin, im November 2026

Christoph Barth, Beauftragter Hochschulschach

Deutscher Schachbund